Begeistertes Publikum

So war das Abschlusskonzert des Gershwinexperiments

„Voll gut“, „tolle Atmosphäre, einfach ganz anders“, „voll Laut, voll schnell“, „ich hab mir klassische Musik immer ganz anders vorgestellt“. So haben die Schüler des Lessing-Gymnasiums aus Neu-Ulm das Abschlusskonzert des Gershwinexperiments im Herkulessaal in München erlebt. Zusammen mit über 1000 anderen Schülern und Schülerinnen hörten sie Gershwins „Rhapsody in Blue“ und den 4. Satz aus Gyögy Ligetis „Concert Românesc“ im Herkulessaal.

Für die Schüler ein echtes Erlebnis. Und auch die Musiklehrerin des Lessing-Gymnasiums Annette Stengele war das Gershwinexperiment ein voller Erfolg. Die Schüler hätten große Freude an der klassischen Musik gehabt, erzählt sie. „Wenn man bei uns durch die Schule geht, hört man immer noch Schüler, die das Thema von Ligetis „Concert Romanesc“ vor sich hin pfeifen.“

Mehr als 200 Schulklassen in ganz Deutschland haben im Rahmen des gemeinsamen Musikvermittlungsprojekts aller ARD-Landesrundfunkanstalten in den vergangenen Monaten eigene Ideen und Bearbeitungen zum Werk der Komponisten György Ligeti und George Gershwin entwickelt und umgesetzt. Über 2000 Schülerinnen und Schüler hörten das Abschlusskonzerten entweder live im Münchner Herkulessaal oder in den ARD Funkhäusern.

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Unter der Leitung von Chefdirigent Mariss Jansons spielte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit dem russischen Star-Pianisten Denis Matsuev als Solist, außerdem einen Auszug aus Ligetis „Concert Românesc“. Das Konzert wurde live im Bayerischen Fernsehen, in den ARD-Kulturwellen im Hörfunk, im Deutschlandradio sowie im Livestream auf schulkonzert.ard.de und concert.arte.tv übertragen. Nach der Begrüßung durch Chefdirigent Mariss Jansons führte das Moderatoren-Team der BAYERN 3-„Frühaufdreher“ Claudia Conrath, Axel-Robert Müller und Bernhard Fleischmann durch die Live-Sendung und stellte einige der interessantesten Schüler-Projekte vor.

Chefdirigent Mariss Jansons freut sich, dass das Gershwinexperiment von den Schulen so gut angenommen wurde: Es ist schön, dass die Beteiligung am Gershwinexperiment so groß gewesen ist und Tausende von Schülern sich mit Ligetis und Gershwins mitreißender Musik beschäftigt haben! Wir hoffen, dass so die klassische Musik auch in Zukunft mehr und mehr junge Leute begeistert, die dann mit Freude und Neugier in unsere klassischen Konzerte kommen.“

BR-Intendant Ulrich Wilhelm war vor allem von den Schülerinnen und Schülern begeistert: „Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Kreativität und Begeisterung sich die Kinder und Jugendlichen mit der Musik von George Gershwin und György Ligeti beschäftigt haben. Unser Bildungsauftrag und unser Selbstverständnis bestehen darin, Neugier und Interesse zu wecken, zu erklären und vor allem Spaß an klassischer Musik zu vermitteln – das ist beim Gershwin-Experiment vollauf gelungen, und das freut mich sehr.“

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Seit dem Frühjahr hatten sich Schülerinnen und Schüler durch die Musik von György Ligeti und George Gershwin inspirieren lassen und dazu mit großer Kreativität eigene Kompositionen, Improvisationen, Klang-Collagen oder Choreographien erarbeitet. Die ARD-Landesrundfunkanstalten unterstützten sie dabei mit Informationen, Unterrichtsmaterial und Lehrerfortbildungen, außerdem engagierten sich Musiker der Orchester, Big Bands und Chöre vor Ort in den Schulen. Mehr als 200 Schulklassen wurden in Konzerten, bei Schulbesuchen mit Musikern der ARD-Orchester und in zahlreichen kleineren und größeren musikalischen Experimenten selbst aktiv.

Das Abschlusskonzert im Zeitraffer

Das Ganze Konzert findet Ihr hier.